ASKÖ-Skandal beschäftigt erneut den Salzburger Landtag

Neuerliche Rechnungshofprüfung zeigt Notwendigkeit weiterer Reformschritte

25.Feb 15

Der Salzburger Landtag hat sich heute einmal mehr mit dem SPÖ-nahen Sportverband ASKÖ beschäftigt. Nach zahlreichen Landtagsinitiativen der ÖVP und einer von der Salzburger Volkspartei initiierten Sonderprüfung des ASKÖ-Dachverbandes durch den Landesrechnungshof ist im Jahr 2012 einer der größten Skandale in der Salzburger Sportgeschichte zu Tage getreten.

"Im mit Steuergeld vom damals SPÖ-geführten Sportressort massiv subventionierten SPÖ-Sportverband wurde u.a. Fördergeld im großen Stil zweckwidrig verwendet. Es fehlte jede Kontrolle, es kam zu Verletzungen von Aufsichtspflichten, fragwürdigen Doppelförderungen und zu In-Sich-Geschäften. Alles in allem herrschte eine ungeheuerliche  Selbstbedienungsmentalität der ehemaligen Geschäftsführung, wo man zurecht auch die Rolle der weiteren ASKÖ-Gremien in dieser Causa hinterfragen muss, die sich aus einem ´who is who´ der Salzburger Sozialdemokratie zusammengesetzt haben", ruft ÖVP-Sportsprecherin LAbg. Michaela Bartel in Erinnerung.

 

Eine derartig lange Liste von schweren Malversationen führte in weiterer Folge zu einer Nachprüfung des ASKÖ-Dachverbandes durch den Landesrechnungshof. Die Ergebnisse wurden heute im Landtag debattiert "Wir erkennen die Bemühungen und die gesetzten Reformschritte der neuen Verbandsführung an, sind aber überzeugt, dass noch vieles getan werden muss, um von geordneten Verhältnissen sprechen zu können. So kann laut Rechnungshofbericht von einer ausreichenden Kontrolle der wichtigsten Organe immer noch nicht die Rede sein.  Ein internes Kontrollsystem gibt es nur für Banküberweisungen. Laut LRH sollte es aber auch für andere Bereiche wie etwa Beschaffungsvorgänge, Aus- Eingangsrechnungen oder Handkassen gelten. Generell wird die Finanzstruktur nach wie vor als problematisch eingestuft. Beim Bau der Sportanlage Bolaring fehlt laut LRH für einen Förderbetrag von über 80.000 Euro der Nachweis der widmungsgemäßen Verwendung", zitiert Bartel aus dem Rechnungshofbericht

 

"Es wird weiter notwendig sein, die Entwicklungen im ASKÖ genau zu beobachten. Verschleuderung von  Steuergeld kann und darf niemals akzeptiert werden. Gerade im Sportbereich ist jeder sinnvoll investierter Cent gut angelegtes Geld. Sei es in der Nachwuchsarbeit, im Breiten- oder  Spitzensport", so Bartel abschließend.

Michaela Bartel

LAbg.

Kontakt Artikel von: Michaela Bartel

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