Ärzteausbildung muss abteilungs- und organisationsübergreifende Tätigkeit ermöglichen

Möglichst breite Ausbildung und flexibler Einsatz von Medizinern ist vor allem für kleinere Spitäler notwendig

11.Jan 16

"Die Ärzteausbildung neu sowie die im Ärztegesetz definierten Regelungen zu abteilungs- und organisationsübergreifenden Tätigkeiten von Turnus- und Ausbildungsärzten schränkt den Einsatz von Jungmedizinerinnen und Jungmedizinern stark ein, ein Problem vor allem für kleinere Spitäler. Der Bund ist hier gefordert, Regelungen zu schaffen, die einen möglichst breiten und flexiblen Einsatz von Ärztinnen und Ärzten in Ausbildung ermöglicht", so ÖVP-Gesundheitssprecherin LAbg. Michaela Bartel, die dazu auch einen Landtagsantrag eingebracht hat, der am kommenden Mittwoch im Ausschuss verhandelt wird.

Die Umsetzung der Ärzteausbildung neu stellt viele - vor allem kleinere Krankenanstalten - vor unlösbare Probleme. Das betrifft insbesondere die für Ausbildungsärzte künftig nur noch eingeschränkte Möglichkeit, im Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst tätig zu sein sowie den gänzlichen Ausschluss von abteilungsübergreifenden Tätigkeiten in den Ambulanzen und das starre Festhalten an Bettengrenzen bei Tätigkeiten in einer oder mehreren Abteilungen.

"Gerade kleinere Häuser verfügen nicht über die personellen Ressourcen, um Ausbildungsärzte ausschließlich auf den stationären Bereich zu begrenzen. Daneben ist besonders bei der Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin eine interdisziplinäre und fächerübergreifende Ausbildung besonders wichtig. Dasselbe gilt für den Einsatz junger Ärztinnen und Ärzte in Notfallambulanzen, wo  das Patientenaufkommen mit dem einer niedergelassenen Praxis vergleichbar und die Ausbildung dort damit auch unverzichtbar und lehrreich ist", so Bartel weiter.

"Das Ärztegesetz soll daher dahingehend novelliert werden, dass sowohl eine breite Ausbildung im Interesse der PatientInnen, eine flexible Regelung hinsichtlich der derzeit starren Bettengrenzen als auch ein flexiblerer Einsatz der Ausbildungsärzte bezüglich der Abdeckung der Dienste ermöglicht wird", fordert die Gesundheitssprecherin abschließend.

Michaela Bartel

LAbg.

Kontakt Artikel von: Michaela Bartel
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