Demenzerkrankungen bei Pflegegeldeinstufung besser berücksichtigen

Einstufungen stellen derzeit zu stark nur auf körperliche Einschränkungen ab

01.Apr 19

"Bei der Einstufung zum Pflegegeld werden nach wie vor primär körperliche Einschränkungen des Betroffenen in Augenschein genommen und daraus die Höhe des Pflegegeldes abgeleitet. In einer immer älter werdenden Gesellschaft beobachten wir aber auch einen massiven Anstieg von Erkrankungen, die die kognitiven Fähigkeiten einschränken, allen voran Demenz. Diese Erkrankungen werden bei den Pflegegeldeinstufungen derzeit viel zu wenig berücksichtigt, ein Umstand der dringend geändert gehört", fordert ÖVP-Sozialsprecherin Klubobfrau Daniela Gutschi, die dazu für kommenden Mittwoch einen Landtagsantrag eingebracht hat.

Die Geldleistungen aus dem Bundespflegegeldgesetz stellen vorwiegend auf körperliche Gebrechen ab. In Österreich leben derzeit über 100.000 Menschen mit einer demenziellen Erkrankung. Bis 2050 soll sich die Zahl sogar auf 250.000 Personen mehr als verdoppeln. Diese Demenzerkrankungen werden oftmals nicht ausreichend in den jeweiligen Pflegeeinstufungen berücksichtigt. "Auch Menschen mit einer Demenzerkrankung brauchen Unterstützung, ab einem gewissen Stadium sogar eine Rund-um-die-Uhr Betreuung, genauso wie Menschen mit körperlichen Gebrechen. Daher fordern hier eine rasche Änderung in der Systematik der Pflegegeldeinstufung", so Gutschi abschließend.

KO Mag. Daniela Gutschi

KO Mag. Daniela Gutschi

Klubobfrau / LAbg.

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