Funktionsweise des Föderalismus muss im Schulunterricht an Stellenwert gewinnen

Salzburgs Landtagspräsidentin Pallauf fordert konkretere Verankerung von Politischer Bildung in Lehrplänen

08.Jul 20

„Leider findet Politische Bildung und insbesondere die Darstellung der Funktionsweise des Föderalismus in Österreich, nämlich im Zusammenspiel zwischen Gemeinden, Ländern und der Bundesebene, keine ausreichende Darstellung im Schulunterricht. Es wäre von großer Bedeutung, den jungen Menschen im Unterricht der Umgang mit Politik durch die Vermittlung nationaler und internationaler politischer Systeme und demokratischer Entscheidungsprozesse durch eine möglichst lebensnahe Vermittlung näherzubringen. Nur so können sie die gesellschaftspolitischen Zusammenhänge verstehen und ein politisches und demokratisches Bewusstsein erlangen“, sagt Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, die einen dementsprechenden dringlichen Dreiparteien-Antrag initiiert hat.

Da das bundesstaatliche Prinzip aber in den einschlägigen Lehrplänen kaum abgebildet ist, muss es auch eine Überarbeitung der Unterrichtsmaterialien geben. Das Fach „Politische Bildung“ ist Demokratiebildung und braucht auch in der Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer einen festen Platz. Dies würde unseren Lehrenden helfen, Demokratie und politische Ablaufe möglichst lebensnah, aktuell und wertfrei zu vermitteln. Der Zeitpunkt dieses Antrags ist nicht zufällig, denn derzeit laufen Evaluierungen und Überarbeitungen der Lehrplaninhalte.

„Im Zuge der Recherche der Lehrbücher ist uns aufgefallen, dass die Darstellung und Erläuterung des Föderalismus kaum berücksichtigt oder teilweise sogar negativ dargestellt wird. Mit dem heutigen Dringlichen Antrag fordern wir die Bundesregierung deshalb auf, dass unsere Staatsstruktur sowie das Zusammenspiel zwischen Bund, Ländern und Gemeinden künftig besser im Schulunterricht darzustellen. Die derzeitige Ausnahmesituation hat einmal mehr bewiesen, dass Entscheidungen nahe an den Bürgerinnen und Bürgern rascher und effizienter getroffen werden können und dafür steht der Föderalismus“, betonte Pallauf abschließend.

LT-Präs. Dr. Brigitta Pallauf

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Landtagspräsidentin

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