Gerade jetzt: Neue Wege in der Mobilität

Die neue Kampagne der Salzburger Volkspartei

07.Apr 21

„Mobilität ist eines jener Zukunftsthemen, das uns in Salzburg vor enorme Herausforderungen stellt, gleichzeitig aber auch große Chancen bietet. Um leistungsfähige Mobilitätskonzepte zu finden und um das Angebot weiter auszubauen und zu attraktiveren, benötigen wir innovative, neue Wege in der Mobilität und den Mut zum Weitblick. Aber auch im Sinne des Klimaschutzes werden neue Wege in der Mobilität ein wesentlicher Faktor sein. Landesrat Stefan Schnöll treibt derzeit den größten Ausbau des öffentlichen Verkehrs in den letzten Jahrzehnten voran und die lange geforderte Neuausrichtung der Verkehrspolitik ist in Salzburg voll im Gange. In den nächsten zehn Jahren werden alleine im Verkehrsbereich in Salzburg Projekte mit einem Gesamtvolumen von über € 4 Milliarden begonnen werden. Daher haben wir uns als Salzburger Volkspartei dazu entschlossen, die zahlreichen, geplanten Projekte im Bereich Mobilität noch stärker sichtbar zu machen und eine Kampagne dazu konzipiert, welche ab heute in den parteieigenen Schaukästen zu sehen ist“, erklärt der Landesgeschäftsführer der Salzburger Volkspartei Nikolaus Stampfer.

 

„Mit dem Motto „Gerade jetzt: Neue Wege in der Mobilität“ wollen wir zum Ausdruck bringen, dass wir dieses Themenfeld bewusst ganz neu denken und auch dementsprechend handeln.

Stadt und Land arbeiten mittlerweile in der Verkehrsplanung auf Augenhöhe zusammen, noch vor dem Sommer wird dafür ein gemeinsames Planungskomitee die Arbeit aufnehmen. Der Ausbau der Salzburger Lokalbahn wird einen durchgängigen Viertelstundentakt ermöglichen, die Dekarbonisierung und Verlängerung der Pinzgaubahn ist in Vorbereitung und Verhandlung, die Elektrifizierung der Mattigtalbahn bis Friedburg wird noch heuer abgeschlossen und der Neubau der HL-Strecke ist in die Projektierungs- und Bewilligungsphase eingetreten, um nur einige Beispiele für die neue Qualität in diesem Bereich aufzuzeigen.“, so Stampfer weiter. 

 

„Zu Beginn der Legislaturperiode war für uns klar: Salzburg braucht eine Mobilitätswende. Nach zweieinhalb Jahren ist uns davon bereits einiges gelungen, aber noch immer viel zu tun. Im Öffentlichen Verkehr haben wir attraktive Jahreskarten eingeführt, eine Reihe von Takt- und Komfortverbesserungen umgesetzt und viele große Infrastrukturprojekte wie den S-LINK sowie den zweigleisigen Ausbau der Lokalbahn auf den Weg gebracht. Uns ist bewusst, dass nicht jeder auf den Öffentlichen Verkehr umsteigen kann, aber wir wollen ihn für diejenigen, die können, so attraktiv wie möglich machen. Dabei setzen wir auf einen breiten Mobilitätsmix: Mit der Verdoppelung des Budgets für die Straßensanierungsoffensive garantieren wir weiterhin möglichst sichere und gut erhaltene Straßen. Ein Schwerpunkt beim Radwege-Ausbau stellt sicher, dass mehr Menschen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzen und einzelne Neubau-Projekte wie die Umfahrungsstraße Schüttdorf werden zukünftig eine wesentliche Verbesserung für jene Salzburger bringen, die auf das Auto angewiesen sind. Daneben haben wir viele weitere Maßnahmen gesetzt, um die Menschen von Verkehr und Lärm zu entlasten wie die Umsetzung von LKW-Fahrverboten, die Abfahrtssperren im Sommer oder eine neue Lärmschutzförderung. Dass Initiativen von Ländern auch bundesweit Wirkung zeigen, beweist die Erhöhung der Strafen für Raser, die bis zum Sommer umgesetzt werden“, so Landesrat Stefan Schnöll.

 

„Wir ruhen uns aber nicht auf den bereits umgesetzten Maßnahmen aus, sondern gerade jetzt ist es wichtig, neue Wege in der Mobilität zu beschreiten. Mit der Umsetzung des S-LINK wird in den nächsten Jahren das Rückgrat für den öffentlichen Verkehr im Zentralraum geschaffen, das Umland und die Stadt Salzburg schnell, sicher und bequem verbinden soll.  Aber nicht nur die Schiene wird ausgebaut, sondern auch der gesamte Verkehr zwischen Stadt und Land gemeinschaftlich geplant. Damit soll zukünftig das Angebot an den Bedürfnissen der Pendlerinnen und Pendler ausgerichtet werden und möglichst kurze und praktische Wege ermöglichen“, so Schnöll abschließend.

 

Die Maßnahmen im Überblick:

 

„Mut zum Weitblick - Gerade jetzt neue Wege in der Mobilität“:

ÖV-Maßnahmen – Menschen zum Umsteigen bewegen:

Einführung neuer Jahreskarten --> Im ersten Jahr sehr gute Verkaufszahlen (siehe unten)

  2019 2020 Steigerung
myRegio Jahreskarten 14.120 21.749 + 54 %
myRegio
Student Card (1 Semester)
Noch nicht eingeführt 7.856 -
myRegio
Edelweiß-Ticket
8.456 8.741 + 3,4 %


Regionalstadtbahn Salzburg wird zu S-LINK: 

Abschluss der Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund im Dezember 2020. Breiter Schulterschluss zwischen Bund, Stadt und Land. Neuer Auftritt vorgestellt. Nun Start der Anrainerkommunikation. Einreichplanung bis Beginn 2022. Baustart für ersten Abschnitt bis Mirabell im Jahr 2023. Die weiteren Planungstätigkeiten für den Teil 2 „Mirabellplatz – Salzburg Süd“ und den Teil 3 „Salzburg Süd – Hallein“ werden parallel zur Einreichplanung des ersten Abschnitts gestartet, um eine zügige Fertigstellung des Gesamtprojektes sicherzustellen. Darüber hinaus werden verschiedene Anbindungen (Messe-, Stieglbahn) mitgeprüft.

 

Ausbau der Bestandsstrecke auf der Salzburger Lokalbahn:

Mit dem Bund wurde im Dezember 2020 ein mittelfristiges Investitionsprogramm für den Ausbau der bestehenden Strecke auf der Salzburger Lokalbahn abgeschlossen. Diese Vereinbarung sehen Investitionen in der Höhe von mehr als 146 Millionen Euro für die nächsten Jahre (bis 2025) vor. Mit dem teilweisen zweigleisigen Ausbau, umfangreicher Streckensanierungen, der Erneuerung der Sicherungstechnik und einer Bahnhofs- und Haltestellenoffensive soll die SLB für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet werden. Mit diesen weiteren Schritten wird ein durchgehender 15-Minuten-Takt in den Morgenspitzen erreicht. Bis zum Jahr 2027 soll ein durchgehender 15-Minuten-Takt auf der gesamten Strecke ermöglicht werden.

 

Pinzgauer Lokalbahn:

Auch für die Pinzgauer Lokalbahn wurde mit dem Bund im Dezember 2020 ein mittelfristiges Investitionsprogramm für den Ausbau und Erhaltung der Strecke abgeschlossen. Insgesamt sollen bis 2025 acht Millionen für Erneuerungen der Gleisanlagen und ersten Planungsarbeiten für die Elektrifizierung investiert werden. Für die Verlängerung der Pinzgauer Lokalbahn gibt es bereits eine erste Trassenstudie, die verschiedene Varianten aufzeigt. Eine detaillierte Untersuchung soll eine favorisierte Trasse vorbringen. Die Finanzierungen für die beiden Vorhaben sind noch nicht final abgeklärt. Erfreulich ist, dass erstmals die 1-Million-Grenze bei den Fahrgästen erreicht wurde.

 

 

Lawinensichere Anbindung Paß-Lueg:

Land fordert vom Bund rasche Umsetzung, damit eine sichere Verbindung sichergetellt werden kann. Bei Verwirklichung dieser Maßnahme schafft man einen Fahrtzeitgewinn zwischen Salzburg und Villach, speziell auf dem Streckenabschnitt Golling-Abtenau-Sulzau, um die Fahrzeit Salzburg – Bischofshofen des hochrangigen Verkehrs auf eine halbe Stunde zu reduzieren (Taktüberlegungen). Es wird weiterhin Druck auf den Bund ausgeübt, um dieses Vorhaben möglichst rasch zu realisieren.

 

Güterverkehr:

Im Vorjahr wurden zwei neue Landesförderungen aufgesetzt, um die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zu unterstützen. Besonders die Einzelwagenförderung wird enorm gut angenommen; Mehr als zwei Millionen Euro werden hier investiert.

 

Ausbau Park & Ride:

Das Budget für die P&R Anlagen konnte für 2020 verdoppelt werden. Entlang der Lokalbahn im nördlichen Flachgau wurde eine Potentialanalyse in Auftrag gegeben. Darauf aufbauend wurden in Anthering bereits zusätzliche Stellplätze geschaffen. Insgesamt konnten 2020 307 neue P&R Stellplätze gebaut werden. 2021 werden in diesem Bereich weitere Maßnahmen umgesetzt. Es werden über 1 Million € in den Ausbau von P&R Stellplätzen investiert.  Geplant ist die Errichtung von 200-300 Stellplätzen zusätzlich.

 

Maßnahmen zur Entlastung der Anrainer vom Verkehr

 

LKW-Fahrverbote im Flachgau und Lungau:

Die Auswertungen zeigen, dass seit Inkrafttreten die Maßnahmen wirken und weniger LKW durch die Ortsgebiete fahren.

Sommerreiseverkehr Management:

Durch die Einführung von Abfahrtssperren für den Urlauber-Durchreiseverkehr konnten die an die Autobahn angrenzenden Gemeinden entlastet werden. Auch heuer im Sommer wird ein aktives Management wieder umgesetzt.

Lärmschutz-Offensive --> Budget verdoppelt:

Das Budget für die Errichtung neuer Lärmschutzwände wurde auf eine Million Euro pro Jahr verdoppelt.

 

Maßnahmenpaket Raser --> Auf Initiative Salzburgs kommt bundesweite Änderung

  • Wurde im Ministerrat am 10.03 beschlossen
  • Umsetzung gesetzlich bis zum Sommer

 

Inhalt:

  • Erhöhung der Strafen für wirkliche Raser
  • Beschlagnahme Fahrzeug (bedarf noch weiterer legistischer Prüfung)
  • Aufnahme „illegaler Straßenrennen“ als besondere Gefährlichkeit und damit Führerscheinentzug mind. 6 Monate

Verkehrsmaßnahmen für einen breiten Mobilitätsmix

Schwerpunkt: Radwege-Ausbau:

 

Für 2021 steht insgesamt wieder ein Budget in der Höhe von rund 6 Millionen € zur Verfügung.  Das ermöglicht die Umsetzung von großen Radprojekten und wichtigen Lückenschlüssen.

 

Entlastungsstraße Schüttdorf:

Baustart erfolgte im Juli 2020. Entlastungsstraße führt zu einer wesentlichen lokalen Entlastung des Ortsteils Schüttdorf und einer spürbar regional wirksamen Verbesserung der Erreichbarkeit des Oberpinzgaues. Fertigstellung mit Sommer 2022.

 

Straßensanierungsoffensive:

2020 konnte so viel wie nie zuvor saniert werden. 65 Projekte wurden umgesetzt. Damit konnten 42km saniert werden und der Straßenzustand hat sich verbessert. Das Straßensanierungsbudget konnte für 2021 auf 18 Millionen € erhöht werden. Damit ist sichergestellt, dass der positive Trend den Straßenzustand betreffend fortgesetzt werden kann.

Mag. Stefan Schnöll

Landesrat / JVP Bundesobmann

Kontakt Artikel von: Mag. Stefan Schnöll

Nikolaus Stampfer, BA, MSc

Landesgeschäftsführer

Kontakt Artikel von: Nikolaus Stampfer, BA, MSc
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