Kaum Beanstandungen bei regionalen Tiertransporten – aber massiver Handlungsbedarf bei internationalen Langstreckentransporten

Strengere Regelungen für grenzüberschreitende Transporte unbedingt notwendig

12.Mar 18

„Tiertransporte auf regionaler und nationaler Ebene sind gut kontrolliert und werden auch tierschonend gemacht, es gibt in diesem Bereich auch kaum Beanstandungen. So wurden etwa bei insgesamt 93.369 kontrollierten Rindern im Jahr 2017 nur 45 Beanstandungen (entspricht 0,05 Prozent der Fälle) festgestellt. Bei 34.000 kontrollierten Schweinen wurden in nur 10 Fällen Beanstandungen vermerkt. Wobei hier zusätzlich präzisiert werden muss, dass Beanstandungen oftmals unzureichende Begleitpapiere betreffen, also Verletzung von Dokumentationspflichten darstellen. Diese Zahlen zeigt der aktuelle Bericht zu den Tiertransportkontrollen in Salzburg. Auch wenn jedes einzelne Tierleid zu viel ist, zeigt sich trotzdem sehr gut, dass bei regionalen und innerösterreichischen Transporten das Tierwohl gewahrt bleibt. Ganz anders sieht es bei Langstreckentransporten über EU-Grenzen hinweg aus. Hier herrschen teilweise katastrophale Zustände. Tierschutzregelungen der EU werden außerhalb des Unionsgebietes nicht eingehalten. Tierschutz darf aber nicht an den Ländergrenzen und der Unionsgrenze enden, wir brauchen daher strengere Regelungen und Mechanismen zu deren Durchsetzung für grenzüberschreitende Transporte. Hier ist vor allem die EU gefordert. Der Salzburger Landtag hat sich hier schon für Verschärfungen stark gemacht“, so ÖVP-Tierschutzsprecherin LAbg. Theresia Neuhofer.

„In Österreich haben wir derzeit glücklicherweise schon sehr strenge Regelungen, die – wenn auch mit einzelnen Ausnahmen – Schlachttiertransporte auf 4,5 Stunden begrenzen. Verknüpft mit strengen Kontrollen führt das dazu, dass wir – wie erwähnt – bei regionalen und nationalen Transporten kaum Beanstandungen haben. Im Sinne des Tierwohls ist es aber ein Gebot der Stunde, auch bei grenzüberschreitenden Transporten von Tieren innerhalb Europas und darüber hinaus strengere rechtliche Rahmenbedingungen umzusetzen“, so Neuhofer abschließend.

 

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