Pflege und Betreuung müssen auch in der Bundespolitik einen zentralen Stellenwert einnehmen

Masterplan Pflege rasch umsetzen

09.Jan 19

„Ich begrüße es ausdrücklich, dass sich die ÖVP-geführte Bundesregierung nun auch schwerpunktmäßig mit dem Themenkomplex Pflege und Betreuung auseinandersetzt und einen Masterplan Pflege erarbeitet, der möglichst rasch umgesetzt werden muss. Mit dem gesellschaftlichen Wandel und der demografischen Entwicklung gewinnt das Thema Pflege in unserer Gesellschaft enorm an Bedeutung. Wir müssen für diese Herausforderungen gewappnet sein und mit Nachdruck daran arbeiten, das sehr gute Pflege- und Betreuungssystem der Gegenwart auch für die Zukunft abzusichern. Salzburg arbeitet u.a. mit der Einrichtung der Pflegeplattform bereits mit Nachdruck daran. Wenn sich nun auch der Bund intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt, werden wir gemeinsam wichtige Schritte weiterkommen“, ist ÖVP-Sozialsprecherin Klubobfrau Daniela Gutschi überzeugt und wird auch morgen den Landtagsausschuss mit diesem Thema befassen.

Einige Zahlen untermauern den Handlungsbedarf: Im Bundesland Salzburg stieg die Anzahl der Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbezieher in zehn Jahren um rund ein Drittel. Waren es 2007 noch 18.190 Menschen, so haben im Jahr 2017 bereits 26.087 Menschen Pflegegeld bezogen. 456.000 Menschen waren im Vorjahr österreichweit pflegebedürftig. Laut Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts wird die Zahl bis 2050 auf 750.000 steigen.

„Gleichzeitig stehen wir im Bereich des Pflegepersonals vor einer Pensionierungswelle, es machen sich geburtenschwache Jahrgänge natürlich auch im Potential für mögliche künftige Pflegekräfte negativ bemerkbar. Hier steuern wir mit einem Ausbau des Ausbildungsangebots gegen und müssen weitere Schritte zur Attraktivierung des Berufsbildes setzen. Ganz entscheidend wird aber sein, Maßnahmen zu verstärken, um Menschen so lange wie möglich zuhause betreuen zu können. Barrierefreie Wohnungen, Ausbau der mobilen Dienste, von Tagesbetreuungseinrichtungen und von Kurzzeitpflegeplätzen sind ebenso ein Gebot der Stunde, wie die bessere Unterstützung pflegender Angehöriger“, so Gutschi abschließend.

 

KO Mag. Daniela Gutschi

KO Mag. Daniela Gutschi

Klubobfrau / LAbg.

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