Studienplätze für angehende Medizinerinnen und Mediziner erhöhen

Weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Ärztemangels notwendig

20.May 19

„Das Land Salzburg setzt seit Jahren wichtige Akzente, um dem Ärztemangel aktiv zu begegnen. Als ein Beispiel sei das unter Gesundheitsreferent Christian Stöckl gestartete Pilotprojekt der Lehrpraxen bei Allgemeinmedizinern genannt, das in Salzburg initiiert und mittlerweile österreichweit in der Ausbildungsordnung verankert wurde. Der Erfolg stellt sich bereits ein: Salzburg hat im Bundesländervergleich die jüngsten Allgemeinmediziner. Wir brauchen aber weitere Maßnahmen, wie etwa den Ausbau der Studienplätze für angehende Medizinerinnen und Mediziner und fordern hier den für Universitäten zuständigen Bund auf, rasch tätig zu werden. Auch die Landesgesundheitsreferentenkonferenz hat sich bereits mit diesem Thema beschäftigt und diese Forderung bekräftigt“, so ÖVP-Gesundheitssprecherin Michaela Bartel, deren Landtagsantrag am kommenden Mittwoch im Ausschuss behandelt wird und untermauert ihre Forderung mit einigen Fakten:

„Laut Absolventenstatistiken der medizinischen Universitäten haben sich die Absolventenzahlen ausgehend von einer Spitze von rund 1800 Absolventinnen und Absolventen in den Jahren 2008 bis 2012 um rund ein Drittel auf 1200 reduziert. Mit einem Verzögerungseffekt durch die postpromotionellen Ausbildungen von drei bis sechs Jahren (je nach Art der Ausbildung) reduziert sich dadurch der Zustrom junger Ärztinnen und Ärzte auf den Arbeitsmarkt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Jungmedizinerinnen und Jungmediziner nach Abschluss ihres Studiums ins Ausland gehen bzw. in der Pharmaindustrie Fuß fassen. Die Spezialisierungen in der Medizin sowie der Wunsch der jungen Ärztinnen und Ärzte nach Teilzeitarbeitsmöglichkeiten bzw. Work-Life-Balance verstärken ebenfalls den Ärztemangel“, führt Bartel aus

„Wir müssen hier gegensteuern und Maßnahmen setzen, um die Anzahl der Medizinstudentinnen und Medizinstudenten wieder zu erhöhen. Darüber hinaus sollten bei den Aufnahmekriterien für das Medizinstudium auch die sozialen Kompetenzen künftig eine gewichtigere Rolle spielen“, findet die VP-Gesundheitssprecherin abschließend.

Michaela Bartel

LAbg.

Kontakt Artikel von: Michaela Bartel

Meldungen zu Gesundheit

KO Mag. Daniela Gutschi
ÖVP-Sozialsprecherin Klubobfrau Mag. Daniela Gutschi: Daniela Gutschi
SPÖ-Vorschlag nach bezahlten Praktika in der "Pflegeausbildung ist unausgegoren Praktische Erfahrungen sind zentraler Bestandteil der Ausbildung – Qualität der Praktikumsplätze ist wichtiger als eine allfällige Bezahlung" mehr
Tagesklinisches Angebot wird laufend ausgebaut Michaela Bartel
Erfreuliche gesundheitspolitische Entwicklung wird vom Land unterstützt mehr
Bgm. Ing. LAbg. Manfred Sampl
Gynäkologische Versorgung im Lungau ist abgesichert Manfred Sampl
Großer gesundheitspolitischer Erfolg für die Region mehr
Copyrights © 2019 & All Rights Reserved by Salzburger Volkspartei.