Vermeidung von Langstrecken-Tiertransporten

Salzburg Maßnahmenpaket wegweisend

10.Apr 19

Gemeinsam mit Rupert Quehenberger, dem Präsidenten der Salzburger Landwirtschaftskammer hat Landesrat Josef Schwaiger vergangene Woche das Maßnahmen- und Forderungspaket für Transparenz und Kontrolle bei Langstrecken-Tiertransporten präsentiert und heute im Landtag nochmals bekräftigt, dass die angekündigten Punkte mit Nachdruck verfolgt werden.
 

„Der beste Tiertransport ist der, der erst gar nicht gebraucht wird. Deshalb hat das Salzburger Maßnahmen- und Forderungspaket Transparenz und vor allem weniger Langstreckentransporte zum Ziel. Mittlerweile werden Transporte von Salzburg nach Italien nur noch von Bauer zu Bauer abgefertigt. Wir stärken damit die heimische Landwirtschaft und setzen dort die Hebel an, wo wir etwas bewegen können. Umgekehrt werden wir niemandem vormachen, dass man dieses Thema alleine in Salzburg lösen kann. Hier werden Bund und Europäische Union maßgeblich gefordert sein“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Nachfrage und Kälbermast im Inland forcieren - lückenlose Kontrollen

Zu den Maßnahmen zählen, die Mast von Kälbern im Inland zu forcieren, die Inlandsnachfrage nach regionalem Kalbfleisch auszubauen und einen Herkunftsnachweis einzuführen. Für Transporte, die trotzdem noch stattfinden müssen, gelten höchste Transparenz und eine lückenlose Kontrolltätigkeit.
„Wir werden uns zudem in der EU und dem Bund, die für die Tiertransporte rechtlich zuständig sind, unter anderem um eine Erhöhung des Mindestalters, die Installierung einer Datenbank für die Fahrtstrecken, sowie um die Übermittlung von Live-GPS-Daten an die Behörden bemühen", so der Landesrat.

Schöchl: „Veränderung beginnt beim Einzelnen.“

Klubobmann-Stellvertreter Josef Schöchl ergänzt: „Wir müssen die Nachfrage nach regionalem Kalbfleisch ausbauen, denn das österreichische Produkt ist kaum präsent. Heimisches Kalbfleisch ist aufgrund der Fütterung rosa, nicht weiß, so wie wir es gewohnt sind. Die rosa Färbung ist bei Kalbfleisch ein absolutes Qualitätskriterium. Man kann nicht Veränderung einfordern und selbst an alten Gewohnheiten festhalten. Für Transporte, die trotzdem noch stattfinden müssen gilt, so kurz wie möglich, so wenig wie möglich und so gut wie möglich“, so Schöchl.

Schwaiger: „Setzen Hebel dort an wo wir etwas bewegen können.“

Landesrat Josef Schwaiger hält zudem fest, dass es sich bei den Transporten nicht um Schlachttiertransporte handelt. „Die Tiere werden zu Mastbetrieben gebracht. Völlig abstellen werden wir die Tiertransporte nicht können. Auch höhere Milchpreise würden die Zahl der Tiertransporte nicht verringern, eher im Gegenteil“, so Schwaiger. Auch die ausschließliche Verwendung von Zweitnutzungsrassen in Salzburg wäre keine Lösung. „Das ist für die Bäuerinnen und Bauern wirtschaftlich nicht machbar, außerdem halten sie schon jetzt zu 90 Prozent Zweitnutzungsrassen“, betont der Landesrat und hält abschließend fest: „Wo wir etwas bewegen können, tun wir was möglich ist. Dieses Thema werden wir aber in Salzburg alleine nicht lösen können.“

 

BO KO-Stv. HR Dr. Josef Schöchl

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Bezirksobmann Flachgau / Klubobfrau-Stv.

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