„Vorabstelle“ für Gynäkologie und Geburtshilfe im Lungau einrichten- eine ortsnahe Versorgung für werdende Mütter muss gewährleistet bleiben

27.Feb 19

„Aufgrund der geographischen Lage und der Entfernung zum ,Mutterhaus‘ in den Salzburger Landeskliniken wollen wir auch in Zukunft ein eigenes Primariat für Gynäkologie und Geburtshilfe in der Landesklinik Tamsweg führen. Da die Anzahl der Geburten in Tamsweg relativ gering ist, arbeite ich aktuell gemeinsam mit den Salzburger Landeskliniken, der Salzburger Gebietskrankenkasse und der Salzburger Ärztekammer daran, im Lungau möglichst rasch eine sogenannte Vorabstelle für Gynäkologie und Geburtshilfe einzurichten. Durch eine zusätzliche Kassenstelle im niedergelassenen Bereich, die die künftige Leiterin bzw. der künftige Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe parallel zu seiner Tätigkeit im Spital betreiben könnte, soll die Attraktivität der Primariatsstelle gesteigert werden“, so Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Dr. Christian Stöckl, der mit seinem Vorhaben durch einen Landtagsantrag der ÖVP unterstützt wird, der heute im Ausschuss einstimmig beschlossen wurde.

Aktuell gibt es im Lungau eine halbe Kassenstelle für Gynäkologie und Geburtshilfe im niedergelassenen Bereich, die vom derzeitigen Leiter der Abteilung betrieben wird. Auch wenn er demnächst seinen Ruhestand antritt, wird die Kassenstelle erfahrungsgemäß nicht zeitgleich zurückgelegt. „Aus diesem Grund wollen wir im Lungau eine weitere halbe Kassenstelle installieren, um der künftigen Leiterin bzw. dem künftigen Leiter der Abteilung in der Landesklinik Tamsweg eine zusätzliche Tätigkeit im niedergelassenen Bereich anbieten und gleichzeitig die Auslastung der Geburtenstation erhöhen zu können. Die Gespräche mit der Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer dazu verlaufen positiv und ich gehe davon aus, dass sie bald erfolgreich finalisiert werden können“, so Stöckl. Die zweite halbe Kassenstelle soll zeitlich befristet für die Dauer von fünf Jahren bzw. bis die bereits vorhandene Kassenstelle frei ist, eingerichtet werden.

Im Krankenhaus Tamsweg werden jährlich rund 160 Kinder entbunden. „Aktuell investiert das Land Salzburg 25 Millionen Euro, um die Landesklinik einschließlich ihrer Geburtshilfe baulich zu sanieren, einen Hubschrauberlandeplatz zu errichten und damit dieses Spital weiter zukunftsfit zu machen. Die Generalsanierung hat sowohl bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch in der Bevölkerung eine sehr positive Stimmung erzeugt. Ich hoffe, dass die geplante Vorabstelle für Gynäkologie und Geburtshilfe im Lungau möglichst bald eingerichtet werden kann. Denn um die frei werdende Stelle im Krankenhaus nachzubesetzen, wird es unumgänglich sein, eine zusätzliche Attraktivierungsmaßnahme wie eine Vorabstelle im niedergelassenen Bereich anbieten zu können“, so LAbg. Sampl, der sich bei Gesundheitsreferent Stöckl für sein Engagement für die Landesklinik Tamsweg bedankt.

Bgm. Ing. LAbg. Manfred Sampl

Ing. Manfred Sampl

Bezirksobmann Lungau / LAbg. / Bgm.

Kontakt Artikel von: Ing. Manfred Sampl
LH-Stv. Dr. Christian Stöckl

Dr. Christian Stöckl

Landeshauptmann-Stv. / BO-Tennengau

Kontakt Artikel von: Dr. Christian Stöckl

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